Warum Homo Sapiens die Krone der Schöpfung wohl nicht ewig tragen wird


Der Mensch und seine Psyche sind nicht ganz so einzigartig, wie man zunächst denken mag. Auch höher entwickelte Tiere kennen Bewusstsein, Emotionen und intelligentes Verhalten.

Sie – aber letztlich auch der Mensch – sind ganz sicher per Evolution entstanden.

Das bedeutet aber nicht, dass dazu nicht doch ein Schöpfer notwendig gewesen sein könnte, den man dann gut als » den Gott der uns erschaffen hat « bezeichnen könnte.

Soweit wir heute sehen können, hätte er uns dann indirekt geschaffen, eben dadurch, dass er das Vakuum geschaffen und die Naturgesetze in Kraft gesetzt hat, welche dann ihrerseits dazu führten, dass aus dem Vakuum heraus der dort vorhan­denen brodelnden Energie wegen zunächst Strahlung, dann auch Materie und schließlich per Emergenz und Evolution sogar Leben auf immer höherer Entwicklungsstufe entstand.

So gesehen sollte man keineswegs zwingend davon ausgehen, dass der Mensch auf immer Krone der Schöpfung sein wird.

Man kann nicht ausschließen, dass es schon in wenigen Millionen Jahren auf der Erde eine so hoch entwickelte Art bologischer Lebewesen geben könnte, dass ihnen Menschen als ähnlich primitiv erscheinen wie uns heute Hund, Katze oder Kanarienvogel im Vergleich zu uns.

Reptilien z.B. sind auch intelligent, sind evolutionstechnisch gesehen, als Art also, deutlich älter als Homo Sapiens, und doch gibt es sie – wieder nur als Art – heute immer noch. Wie aber vergleicht sich ihre Intelligenz mit der von Menschen?

Die Wahrscheinlichkeitstheorie jedenfalls lehrt uns, dass – hinreichend viel Zeit gegeben – alles, was möglich ist, auch tatsächlich eintreten wird.

Und was sind schon wenige Millionen Jahre im Vergleich zur Zeit, die die Erde noch extistieren wird?

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Comments

  • Gebhard Greiter  On February 19, 2017 at 5:15 pm

     
    Interessant: Maus und Mensch entstammen ein und derselben Art.
    Warum also sollte es nicht möglich sein, dass sie in Zukunft auch noch zum Ahnen einer Art wird, die Homo Sapiens weit in den Schatten stellt?
     

  • EinerVonVielen  On September 19, 2017 at 12:33 am

     
    Ich sehe, Sie beginnen gerade zu begreifen, was eigentlich offensichtlich ist. Zumindest für einige von uns. Mir gefällt was Sie schreiben. Weiter so, ein guter Ansatz.

    Kleiner Tipp am Rande: Vergessen Sie die Vorstellung vom “Schöpfer, der uns erschaffen hat”. Wir sind nicht das Ergebnis seiner Schaffenskraft, sondern Ausdruck Seiner Selbst. Wir sind ein Teil Gottes, genauso wie alle Tiere und Pflanzen, wie Alles was lebt. Und letztlich auch das ganze Universum, das sich in stetiger Entwicklung und Veränderung befindet.

    Sie haben das schon gut erkannt, dass wir die Sonderrolle des “Homo Sapiens” nicht überstrapazieren sollten. Wir sind zwar im Moment die einzigen Tiere, die zu derart komplexem Denken, Fühlen und Handeln im Stande sind, dass wir uns deutlich von anderen Tieren unterscheiden. Leider wird die Menscheit der Verantwortung nicht gerecht, die sich aus diesen Fähigkeiten ergibt. Wir könnten auf dem Weg sein, uns zu perfekten Wesen zu entwickeln, die aus heutiger Sicht “göttlich” wären. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wir sind einfach viel zu Wenige, die bereits auf dieser Stufe stehen. Zu viele dumme Menschen bestimmen über die Geschicke der Menscheit. Aber wie Sie schon völlig richtig erkannt haben: Wenn wir es als Menschheit nicht schaffen, werden es irgendwann andere Lebewesen zur Vollkommenheit bringen. Da bin ich mir sicher ….
     

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