Monthly Archives: February 2013

Die Achillesferse aller Software-Entwickler


Wissenschaftliche Untersuchungen (z.B. eine der Carnegie Mellon University aus 2003) belegen, dass moderne Software, wenn sie in Betrieb genommen wird, i.A. immer noch bis zu fünf Fehler pro 1000 Lines of Code enthält; sprich: etwa 1 Fehler auf je 3 DIN A4 Seiten manuell erstellten Source Codes.

Selbst im besten untersuchten Programm – bestehend aus 10.000.000 Lines of Code – fand sich immer noch 1 Fehler in je 7500 Zeilen. Wirklich vorhanden waren wohl mehr, denn in großen Systemen entdeckt man niemals alle.

Wären mathematische Publikationen auch nur annähernd so fehlerhaft, wäre die Mathematik als Wissenschaft längst in sich zusam­men gebrochen (es baut dort ja Neues stets auf Älterem auf).

Wir sehen: Die Informatik — wenigstens aber ihre Technik zur Qualitätssicherung — steckt heute wohl noch in Kinderschuhen, die vergleichbar sind mit denen, die die Mathematik noch vor Christi Geburt trug.

Auf jeden Fall ist Software heute noch weit davon ent­fernt, so fehlerfrei zu sein, wie die Ergebnisse der Mathematiker das sein möchten (und i.A. auch wirklich sind).

Siehe auch:

 
Dass es wirklich höchste Zeit wird, zeigt eine ganz unglaubliche Sicherheitslücke, die 2015 in gleich mehreren Tausend auf Mongo-DB basierender Anwendungen entdeckt wurde (aber nicht dem Datenbankhersteller anzulasten ist):

Wie die Computerwoche schrieb, handelte es sich um Konfigurationsfehler die zur Folge hatten, dass — im Prinzip wenigstens — jeder Internet-Nutzer mehrere Millionen Kundendaten nach Name, Adresse, E-Mail und Kreditkartennummer im Internet nicht nur abrufen, sondern auch manipulieren konnte.

Von den zahlreichen Entwicklern dieser vielen Anwendungen war ganz offen­sichtlich kein oder viel zu wenig ernsthafter Sicherheitstest durchgeführt worden.

Will da noch jemand behaupten, sie hätten professionell genug gearbeitet?

 

PS: Im Artikel Dogma-driven Development schreibt ein gewisser David Green recht treffend:
 
The trouble is, in this farcical echo chamber of an industry, where the lessons of 40 years ago still haven’t been learnt properly. Where we keep repeating the mistakes of 20 years ago. Of 10 years ago. Of 5 years ago. Of 2 years ago. Of last week. For Christ’s sake people, can we not just learn a little of what’s gone before?

Man ist versucht zu fragen: Warum gestatten Auftraggeber den Software-Entwicklern derart unprofessionell zu arbeiten? Zählt denn wirklich nur, dass sie einen Festpreis einhalten? Warum interessiert die Auftraggeber kaum die abgelieferte Qualität? Fühlt man sich unfähig, sie zu beurteilen?

 

Notwendiges Wissen kompetenter Software-Entwickler


Kompetente Software-Entwickler wissen und beherzigen:
 


 

Gequantelte Zeit — das genauere Modell der Zeit?


Meine Theorie der Zeit — siehe [Idee] und [Diskussion] — sagt, dass in unserem Universum die Zeit nur in Elementar­ereignissen entsteht. Die aber kann man als die Knoten eines gerichteten Graphen sehen, dessen Kanten den Weg je eines Elemen­tarteilchens von seinem Geburtsort (Elementarereignis 1) hin zu seinem Todesort (Elementarereignis 2) darstellen.

Mindestens dann, wenn so ein Quant mit Lichtgeschwindigkeit reist — wie Photonen das tun (und fast alle Bosonen) —, vergeht für dieses Teilchen ja keinerlei Zeit (so sagen uns Einsteins Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie: SRT und ART). Dies spricht für meine Theorie. Gegen sie scheint zu sprechen:

Für Quanten, die Ruhemasse haben, vergeht auf der Reise nun seltsamer Weise aber  d o c h  Zeit.

Anders gesagt: Sie nehmen einen Weg, der nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit (der ART) führt. Nebenbei: Ich frage mich daher manchmal, ob ihnen statt der vermuteten “Reibung” am Higgsfeld nicht vielleicht eher das Aus­scheren aus der räumlichen Dimension der Raumzeit Masse verleiht.

Die sich netzartig verzweigende Zeit im Sinne meiner Theorie – und der Quantenphysik – scheint also nicht wirklich die Zeit der ART zu sein.

Da die ART aber noch nicht berücksichtigt, dass alles in der Natur gequantelt ist – sogar die Wirkung von Kräften und so vielleicht auch der Fluss der Zeit –, könnte es gut sein, dass sich irgendwann in der Zukunft mein Zeitbegriff als der richtigere und genauere herausstellt. Man wird sehen …
 

Tunneleffekt wohl doch verträglich mit Spezieller Relativitätstheorie!


 
In Tunneling Confronts Special Relativity schreibt Günter Nimtz:

Experiments with evanescent modes and tunneling particles have shown that (i) their signal velocity may be faster than light, (ii) they are described by virtual particles, (iii) they are nonlocal and act at a distance, (iv) experimental tunneling data of phonons, photons, and electrons display a universal scattering time at the tunneling barrier front, and (v) the properties of evanescent, i.e. tunneling modes are not compatible with the special theory of relativity.

Was Nimtz da sagt, ergab sich als seine Deutung der Ergebnisse von Experimenten, die er zusammen mit Alfons Stahlhofen durchgeführt hatte.

Die beiden Physiker deuten ihre Beobachtungen so, dass die SRT nicht im Tunnel gilt, der einen » Raum ohne Zeit « darstelle. Die gemessene Tunnelzeit entsteht an der Barrierenfront, während in der Barriere, im » Tunnel « also, keine Zeit verloren geht — Raum ohne Zeit, bestätigt durch [1]. Einer Vermutung von Richard Feynman folgend lasse der Tunneleffekt sich mit virtuellen Photonen erklären, die sich am Ende der Tunnelbarriere wieder in reelle Photonen zurückverwandeln.

Wie mir auffällt, ist diese Deutung aber keineswegs zwingend.

Die Ergebnisse der Experimente von Nimtz und Stahlhofen ebenso wie die noch genaueren einer anderen Forschergruppe können auch so gedeutet werden, dass die Wahrscheinlichkeit, das Quant im Tunnel — sprich: in der Barriere — anzu­treffen Null ist. Dies steht zwar im Widerspruch zu dem, was die Wellenfunktion des Quants zu sagen scheint, aber sie genau zu errechnen — als Wellenfunktion eines Quantensystems, welches Quant und Barriere umfasst, und am besten auch gleich in relativistischer Fassung — ist bisher wohl ohnehin noch niemand gelungen (!).

Diese neue, ganz andere Deutung dessen, was die Experimente zeigen, scheint mir weit sinnvoller als die von Nimtz, da man dann nicht gezwungen ist anzunehmen, dass innerhalb der Barriere die Spezielle Relativitätstheorie ihre Gültigkeit verliert.

Welcher Physiker möchte mir da widersprechen?